Neues von der Riechforschung

Seit langem ist bekannt, dass Düfte unsere Befindlichkeit verändern, Sympathie und Antipathie beeinflussen, unser Sexual- und Sozialverhalten steuern, Stimmungen, Emotionen und Erinnerungen an vergangene Zeiten auslösen können.
Die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass die Rezeptoren für Duftstoffe nicht nur in den Riechzellen der Nase, sondern auch in allen Organen und Körperzellen zu finden sind und durch die aktivierenden Düfte wichtige zellbiologische Funktionen beeinflusst werden können (z.B. Spermien, Prostatazellen, Hautzellen). Dieses Wissen kann dazu beitragen, physiologische Prozesse besser zu verstehen, aber auch Krankheiten zu diagnostizieren oder zu therapieren. Die Riechforscher haben die Nase vorne.

Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt